Samstag, 12. Juli 2014

Irgendwas ist ja immer

Hallo meine Lieben

Es war wieder einige Zeit ruhig hier, dafür sah es bei mir im richtigen Leben ganz anders aus. Ich hatte in der letzten Zeit ziemlich viel Ärger bei der Arbeit und absolut keinen Kopf mehr für etwas anderes. Ziemlich viel musste leider liegen bleiben: Sport, selber und gesund kochen, mein Blog und so einiges mehr.

Aber am besten ich fange mal am Anfang an. Im März passierte mir ein kleines Unglück an der Kasse. Ich wollte etwas eingeben, als plötzlich das System abstürzte. Ich rief die Filialleitung zur Hilfe, welche sofort anfing mich nieder zu machen. "Können Sie etwa immer noch nicht mit der Kasse umgehen?!", "Nach einem halben Jahr, sollte man meinen Sie hätten das System hier verstanden!", "Sind Sie echt zu blöd um richtig mit der Kasse umgehen zu können?!", und noch mehr solcher Nettigkeiten. Ach ja, meine Kunden standen genau daneben. Die waren dann auch irgendwann so nett einzuschreiten. Sie sagten, dass so was doch nun wirklich an der Technik liegen würde, und nicht meine Schuld wäre. Aber das interessierte meine Vorgesetzte herzlich wenig. Für sie war ich die Schuldige. Es stellte sich natürlich später raus, dass es wirklich nicht meine Schuld war, sondern, dass die Technik versagt hat. Aber eine Entschuldigung gab es natürlich nicht.

Vor fast vier Wochen durfte ich dann zehn Stunden am Stück arbeiten, ohne auch nur eine Pause zu bekommen. Eine Woche später waren es zwar "nur" sieben Stunden ohne Pause, aber dafür durfte ich im Alleingang die Kinderabteilung umräumen, ohne dass mir jemand half. Denn die Kollegin, die eigentlich Hauptverantwortliche für diese Abteilung ist, wurde gesagt, dass sie sich vorne im Verkaufsraum aufhalten solle.

Tja, und drei Tage später, also vor ungefähr drei Wochen eskalierte es ein wenig. Es sollte mal wieder umgeräumt werden. Ich räumte also mit einer meiner Kolleginnen Kartons durch den Laden, und da die Filialleiterin mir dauernd auf die Finger starrte, ohne aber auch selber nur einen Karton in die Hand zu nehmen, war ich relativ nervös. Zu dem Ganzen kam noch, dass jedes Mal, wenn ich mit einer neuen Aufgabe anfing, ich von ihr, in einem absolut zickigem Tonfall ständig zu neuen Aufgaben abkommandiert wurde. So passierte es denn, dass ich ausversehen einige Kartons schief abgestellt hatte.
Ich kam gerade mit einem riesen Stapel neuer Kartons vom Lager, als sie vor den schiefen Kartons stand und meinte: " NA? Finden Sie den Fehler? Fällt Ihnen was auf?!"
"Da ist ne Lücke?", antwortete ich.
"Da ist ja wohl nicht nur eine Lücke! Wenn ich mir diese Seite angucke die gefällt mir gut! Aber das was Sie da gemacht haben???!!! Was fällt Ihnen auf?!"
"Die stehen schief?" Mittlerweile war ich richtig kleinlaut.
"JA! Und wie finden Sie sieht das aus??!!!"
"Scheiße...?" Ich bekam fast nur noch ein Flüstern raus.
Plötzlich trat sie mit ihrem Fuss in die Kartons, sodass die richtig durcheinander gerieten und sagt eiskalt: "Aufräumen und gerade hinstellen!"
Gut, ich machte meine Arbeit fertig. Wartete darauf, dass ich Feierabend hatte und freute mich, dass ich Samstag und Sonntag frei hatte. Um ehrlich zu sein, machte ich mir auch Gedanken darüber, ob ich Montag meinem Hausarzt einen Besuch abstatten sollte.

Meine Schwester, der ich die Geschichte noch am selben Nachmittag erzählte, sagte zu mir, dass ich nicht nur darüber nachdenken sollte, zum Arzt zu gehen, sondern das tatsächlich tun sollte.
Als ich dann auch noch sagte, dass ich überlege, zu meiner alten Arbeitsstelle zu gehen und meine ehemalige Chefin anzubetteln mich zurück zu nehmen, wurde sie echt ungehalten.
Sie sagte: "Das machst du nicht! Ich frag mal meine Chefin, ob sie für dich noch eine Stelle hat."

Montag saß ich also beim Arzt, der mich auch dann auch ohne Diskussion, eine Woche krank schrieb. Am selben Abend bekam ich von meiner Schwester eine Nachricht, dass ich Dienstag um 11.00 ein Vorstellungsgespräch bei ihr im Laden hätte.

So ging es dann Dienstag dorthin und wir wurden uns einig, dass sie mich total gerne und so schnell wie möglich haben würde und ich total gerne und vor allem so schnell wie möglich dort anfangen würde.

Ich beschloss also, dass ich Donnerstag, nachdem ich am Mittwoch alles mit meinem Arzt durchgesprochen hatte, in die Hauptfiliale zur Geschäftsführung zu fahren um ihm von den Missständen in der Filiale in der ich arbeitete zu erzählen und um fristlos zu kündigen. Er schlackerte nach meinem Bericht ganz schön mit den Ohren und konnte gut verstehen, dass ich unter diesen Umständen nicht mehr dort arbeiten möchte. Wir einigten uns auf einen Aufhebungsvertrag und seid Montag bin ich wieder zurück im Grenzhandel.

Also heißt es jetzt: Auf das es diesmal besser wird!

Es gab aber auch noch einen anderen Grund zur Freude. Der große Hase überraschte mich neulich mit einer nagelneuen Kamera. Es handelt sich hierbei um eine Rollei Powerflex 210 HD.


Ich liebe mein neues Baby! Endlich gibt es ordentliche Bilder und nicht mehr so Amateurmäßige Aufnahmen vom Handy.

Aber nun will ich euch nicht weiter vollquatschen, sondern mich gemütlich auf die Couch hauen, Pizza essen und mich entspannen. Morgen darf ich erstmal wieder arbeiten und dann gehts ab zum Fussball gucken. Was glaubt ihr, schaffen wir es dieses Mal Weltmeister zu werden, oder macht Argentinien uns platt?
Der große Hase tippt 3:1 für unsere Jungs.

Ich wünsche euch ein richtig schönes Wochenende und viel Spaß beim morgigen Spiel

Eure Anni



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